Die Maine-Coon gehört zu den Semilanghaarkatzen. Die kräftig gebaute, robuste Katze hat einen mittelgroßen bis sehr großen Körper, einen breiten, kräftigen Brustkorb und einen auffallend langen Hals. Bei Katern erscheint er durch die kräftige Muskulatur kürzer. 

Die Beine sind im Vergleich zu anderen Katzen lang, wirken aber durch die langgestreckte, rechteckige Erscheinung der Maine-Coon gut proportioniert zum Körper. 

Die Pfoten sind groß und rund mit Haarbüscheln an den Sohlen, die teilweise mehr als 2cm zwischen den Zehen hervorstehen. 

 Der breite Kopf ist von mittlerer Länge. 

Die Wangenknochen sind hoch angesetzt, die Nase ist mittellang und gerade. De Abstand zwischen dem Ansatz der Ohren und dem Ansatz der Nase sollte ebenso lang sein wie die Nase vom Ansatz bis zur Spitze. 

Das Kinn ist kräftig, im Profil deutlich sichtbar und in einer Linie mit Nase und Oberlippe verlaufend. Ein fliehendes Kinn ist nicht erlaubt. Die Schnauze zeigt einen kantigen Umriss und darf nicht spitz sein. 

Die Ohren sind groß, spitz zulaufend, hoch am Kopf angesetzt, breit an der Basis, an den Innenseiten behaart und sollten mindestens um eine Ohrbreite auseinander stehen. Die Augen sind leicht schräg gestellt, groß und rund und verleihen der Maine-Coon ein Eulenhaftes Aussehen. 

Alle Augenfarben sind erlaubt und nicht an die Farbe des Felles gebunden wie bei den Persern. 

Das lockere fallende Fell ist am Kopf und an der Schulter kurz und dicht und wird allmählich zum Bauch hin länger. 

Unter dem gröberen glatten Deckhaar ist die Unterwolle weich und fein. 

Das Fell ist wie das der norwegischen Waldkatze wasserabstoßend und leicht ölig. 

Der Schwanz ist breit am Ansatz, spitz auslaufend und verliert das lange wehende Deckhaar auch nicht beim Ab Haaren.

 Nur wenn der Schwanz aufgerichtet wird, wirkt er durch seine Unterwolle buschig. Die Entwicklung der Maine-Coon ist erst zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr abgeschlossen. Katzen sind im allgemeinen nicht so groß wie Kater die im Durchschnitt 7,5-10kg wiegen. Die Skelettstruktur der Maine-Coon soll schwerer als die der Perser sein.

Wahrscheinlich wird eine durchschnittliche Maine-Coon dem Gewicht einer großen Perserkatze entsprechen. Bei freilaufenden Maine-Coon findet man vermehrt Polydaktylie, die jedoch in planmäßigen Zuchtprogrammen eliminiert wurde.

Schon in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hegten die Einwohner des an der Grenze zu Kanada liegenden US-Bundesstaat Maine eine besondere Liebe für diese auffallenden Tiere. Auf ihren Volksfesten verglichen sie ihre Katzen mit denen der Nachbarn und 1897 wurde eine braungestromte Maine-Coon, Gewinner der Bostoner Katzenausstellung. Mit dem Import der ersten Perser erlosch das Interesse an dieser einheimischen halblanghaarigen Hauskatze und nur in ihrem Ursprungsgebiet, im Staate Maine, erfreute sie sich weiter großer Beliebtheit. Eine planmäßige Zucht setzte erst 1953 ein, als der Central Maine- Coon Club gegründet wurde, spezielle Ausstellungen für diese Rasse veranstaltete und ihr wieder zu größter Popularität verhalf. 1968 riefen sechs amerikanisch Züchter den MCBFA ins Leben.

Über die Herkunft der Maine-Coon wurde viel spekuliert. Wahrscheinlich waren es die Wikinger, die europäische Katzen mit in die neue Welt gebracht haben, und tatsächlich ist die Ähnlichkeit mit der norwegischen Waldkatze nicht zu übersehen. Nach anderer Meinung waren es sechs Angorakatzen der französischen Königin Marie Antoinette, die nach Maine gebracht wurden, um dort die Ankunft ihrer Herrin zu erwarten. Wie man weis misslang die Flucht aus Frankreich. Bei ihrer Zucht liegt deshalb der Schwerpunkt nicht auf einer Reinzucht der Farben, sondern auf die Erhaltung der Maine-Coon in ihrer ursprünglichen Typ mit ihrem lebhaften Temperament und ihrer hervorragenden Widerstandskraft.

 

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